Das Geburtenregister Österreich dient der Qualitätsverbesserung im geburtshilflichen Bereich. Das Geburtenregister Österreich entstand aus dem Geburtenregister Tirol, das seit dem Jahre 2000 lückenlos alle Tiroler Geburten erfasst.
Das Hauptziel des Registers besteht darin, einen Beitrag zur Senkung der perinatalen Mortalität und Morbidität zu leisten. Dieses Ziel wird durch Erfassung aller Geburten sowie durch den anonymisierten, abteilungsspezifischen Vergleich mit den Ergebnissen anderer Abteilungen sowie durch nationale und internationale Vergleiche erreicht. Durch gezielte Information über die gegenwärtige Situation können dann jeweils abteilungsspezifische Konsequenzen und Verbesserungen erarbeitet werden.
Die Teilnahme am Geburtenregister Österreich ist freiwillig.
Die Erhebung der Daten erfolgt mit Hilfe einer Software, die in den meisten Abteilungen als geburtshilfliche Datenerfassung bereits vorhanden ist. Die Daten werden monatlich vom Geburtenregister eingeholt, in einen gemeinsamen Datensatz eingespielt und auf Vollständigkeit, fehlerhafte bzw. unplausible Werte geprüft. Fehlerlisten mit der Bitte um Korrektur werden zurückgesandt.
Das Geburtenregister Österreich führt für die teilnehmenden Abteilungen folgende Auswertungen regelmäßig durch:
- Quartalsauswertung (3-monatlich)
- Kernauswertung (jährlich)
- Qualitätsindikatoren (jährlich)
- Spezielle Auswertungen auf Anfrage
Abteilungsspezifische Ergebnisse werden nur an die jeweilige Abteilung weitergegeben, der die Interpretation und allfällige Schlüsse und Konsequenzen daraus obliegen. Das Geburtenregister Österreich verpflichtet sich zur strikten Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Bestimmungen.
In Tirol werden jährlich Jahresberichte über die Tiroler Geburten erstellt, die auch der interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden und allen Fachärzten für Gynäkologie und Pädiatrie zugesandt werden.
In den letzten Jahren konnten zahlreiche Abteilungen in Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und der Steiermark von der Sinnhaftigkeit einer Kooperation überzeugt werden.
Das Ziel besteht darin, dieses Qualitätssicherungsprogramm flächendeckend für Österreich zu etablieren.
H. Schröcksnadel (Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats)
W. Oberaigner (Leiter des Geburtenregisters)
Bisherige wissenschaftliche Ergebnisse bzw. Jahresberichte können im Internet (www.iet.at) eingesehen werden.
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