Ihre Betreuung erfordert das gesamte neonatologisch-intensivmedizinische Spektrum. Dies beinhaltet spezielle, zum Teil nichtinvasive, diagnostische und therapeutische Interventionen wie Beatmungsverfahren, modernste Ultraschall- und Magnetresonanzdiagnostik, spezielle Labordiagnostik, neurophysiologische Untersuchungsverfahren sowie pädiatrisch-intensivmedizinische Techniken bis hin zu künstlicher Niere, Lunge und Kreislauf.
Die Betreuung von Frauen mit Risikoschwangerschaften (z. B. frühe Frühgeburtsbestrebungen, Mehrlinge, vorzeitige Wehen und Blasensprung, Fehlbildungen, Blutgruppenunverträglichkeit etc.) soll in einem Perinatalzentrum bereits vor der Geburt erfolgen. Neben der spezialisierten geburtshilflichen Betreuung (siehe dort) erfolgt dort auch eine hochspezialisierte neonatologische Versorgung, wobei alle medizinischen Disziplinen wie Kinderchirurgie, -anästhesie, -kardiologie, -neuro-chirurgie, Genetik etc. vor Ort vorhanden sind. Die Betreuung dieser kleinen Patienten erfolgt auf Intensivstationen von speziell ausgebildeten Schwestern- und Ärzteteams gemeinsam mit Neonatologen und Kinderchirurgen. Die interdisziplinäre Behandlung der Patienten wird abgerundet durch Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden sowie den diversen pädiatrischen Subspezialitäten und Fachdisziplinen anderer medizinischer Fächer (HNO, Anästhesie, Thoraxchirurgie u.a.m.)
Von Beginn an werden Eltern in die Betreuung ihres Kindes eingebunden. Sie sind so viel wie möglich an der Station anwesend, und können pflegerische Maßnahmen unter Anleitung zum Teil selbst übernehmen. Nach Entlassung erfolgt die Betreuung der Kinder bis zum Schuleintritt im Rahmen eines umfassenden Nachsorgeprogramms in einer speziell auf die Bedürfnisse frühgeborener Kinder abgestimmten Nachsorgeambulanz.