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Ist mein Baby gesund ? Diese Frage stellen sich wohl alle werdenden Eltern, bei denen Nachwuchs unterwegs ist. Möglichkeiten, schon vor der Geburt Krankheiten und Entwicklungsstörungen des Babys festzustellen, gibt es viele. Je früher die Untersuchung, desto besser sind die Chancen für Mutter und Kind. Die Pränataldiagnostik befasst sich mit den Untersuchungen des heranwachsenden Kindes vor der Geburt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Untersuchungen, die außerhalb des Mutterleibes stattfinden, dazu gehören verschiedene Ultraschallverfahren und biochemische Tests, und den invasiven Eingriffen, zu denen die Fruchtwasserpunktion und die Chorionzottenbiopsie zählen. Dafür braucht man Zellen des Babys im Mutterleib, die man aus dem Fruchtwasser oder aus der Plazenta gewinnt. Ein wesentlicher Teil der vorgeburtlichen Diagnostik dient aber auch der Entdeckung von Schwangerschaftsrisiken für die werdende Mutter.
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Zeigt sich während einer Untersuchung, dass nicht alles so ist, „wie es sein soll“, spricht man von einem „auffälligen Befund“. Dann wird zur genauen Abklärung zumindest ein zweiter Test durchgeführt. Aber auch, wenn in einer Folgeuntersuchung der Verdacht auf eine Organfehlbildung oder genetische Störung bestätigt wird, sind die Chancen auf einen unproblematischen Verlauf der Schwangerschaft insgesamt gut: heute stehen eine Reihe von Therapiemöglichkeiten schon während der Schwangerschaft zur Verfügung. Gleichzeitig ermöglicht die Anwendung moderner Testverfahren eine Risikoabschätzung für chromosomale Krankheiten in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft. Stellt sich die Frage eines Schwangerschaftsabbruchs, werden die Eltern im Rahmen flächendeckender Beratungsstellen kompetent beraten und psychologisch betreut.
- Frauen mit erhöhtem Risiko, ein Kind mit genetischen Fehlbildungen zu bekommen (z.B. wenn es eine schwere Erbkrankheit in der Familie gibt)
- Frauen die nach 35 schwanger werden oder einen Partner über 50 haben
- wenn bei der Ultraschalluntersuchung eine Auffälligkeit entdeckt wird (z.B. Organfehlbildung, Flüssigkeitsansammlung im Nackenbereich des Babys)
- wenn eine Frau schon mehrere Fehlgeburten hatte
- bereits ein Kind mit Chromosomenschäden geboren wurde
- Viele Eltern wollen aber auch einfach nur Gewissheit, dass sich ihr Baby gesund entwickelt. Dann trägt eine vorgeburtliche Untersuchung in den meisten Fällen zur Beruhigung für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft bei.
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